Die Sinne des Kaninchens
  • Die Augen
    Die Augen eines Kaninchens sitzen seitlicham Kopf. Dadurch hat es fast eine Rundumsicht, kann aber in der Nähe nicht so gut sehen.
  • Die Ohren
    Kaninchen haben ein sehr empfindliches Gehör. Ihnen tun laute Geräusche in den Ohren weh, eventuell fangen sie vor Angst auch an zu klopfen. Laute Musik und Fernseher sind also tabu. Sie können ihre Ohren einzeln bewegen. Ebenso dienen die Ohren zum Austausch von Wärme, wenn ihm zu warm ist, fühlen sich auch seine Ohren heiß an. Bei Kälte legt es die Ohren an und sie fühlen sich kalt an.
  • Die Nase
    Das Kaninchen hat einen gut ausgeprägten Geruchssinn. Es kann seine Artgenossen und seinen Menschen am Geruch erkennen.
  • Das Mäulchen
    Kaninchen haben auch einen Geschmackssinn und fressen gerne süßes. Bei uns sind sie alle ganz wild auf Bananen. Aber trotzdem sollte man genau aufpassen, was gefüttert wird, damit sie nicht krank werden und Verdauungsprobleme bekommen. Süßigkeiten sind absolut tabu!
  • Die Tasthaare
    Das Kaninchen hat im Kopfbereich viele Tasthaare. Diese sind mit Nervenfasern verbunden. Damit können sie insbesondere im Dunkeln Ihren Weg "ertasten". Die Tasthaare dürfen nicht beschädigt werden.
  • Die Zähne
    Das Kaninchen besitzt ständig nachwachsende Zähne, die sich automatisch beim Kauen z.B. von Heu abschleifen. Bei einer Zahnfehlstellung ist dies nicht der Fall und die Zähne müssen ständig vom Tierarzt gekürzt werden, damit das Tier weiterhin gut Nahrung aufnehmen kann und nicht verhungert.

 

Die Laute des Kaninchens

Auch ein Kaninchen kann Laute von sich geben, wie z.B.:

  • Leises Fiepen
    Jungtiere rufen so ihre Mutter. Auch erwachsene Tiere können fiepen, wenn sie z.B. unsicher sind oder Angst haben.
  • Brummen
    Paarungsbereite Kaninchen brummen. Nach dem Deckakt fällt der Rammler mit einem lauten Knurrlaut von der Häsin.
  • Fauchen und Knurren
    Ein agressives Tier kann fauchen und knurren. Es dient als Warnlaut. Vorsicht! Es könnte angreifen.
  • Zähnemahlen
    Ein Kaninchen, was sich rundum wohl fühlt, mahlt genüsslich mit den Zähnen. Oft beim Kraulen zu beobachten.
  • Zähneknirschen
    Das Knirschen ist nicht mit dem Mahlen zu verwechseln. Ein Kaninchen, welches starke Schmerzen hat, knirscht laut mit den Zähnen. Meistens sitzt es auch bewegungslos im Käfig. Sofort zum Tierarzt!!!
  • Schreien
    Ein Kaninchen in Todesangst kann auch schreien

 

Das Verhalten des Kaninchens
  • Ducken
    Wenn ein Kaninchen sich flach auf den Boden drückt, die Ohren anlegt, die Augen aufreißt und sich hockend platt macht, dann ist das ein Zeichen davon, dass sich das Kaninchen unterwirft. Bei Rangkämpfen ist es ein klares Zeichen, dass dieses Kaninchen sich unterordnet. Duckt sich das Kaninchen wenn Du Dich mit ihm beschäftigst, zeigt das also deutlich Unwohlsein, Angst bis hin zur Panik.
  • Aufrechtes Stehen
    Je nachdem wie die Ohren ausgerichtet sind, kann es Neugier (aufgestellte Ohren) oder auch Aufregung signalisieren. Die Blume wird dabei hochgestreckt.
  • Bewegungslos Hocken
    Wenn sich ein Kaninchen erschreckt, dann erstarrt es. Es bewegt sich nicht, hat aber die Augen weit offen und zeigt heftige Flankenatmung, die Ohren sind steil aufgerichtet. Normalerweise würde das Kaninchen flüchten, hat es aber eine Gefahr zu spät erkannt oder steckt in der Falle, dann erstarrt es und hofft, nicht gesehen zu werden und so dem Feind zu entkommen.
  • Lang ausgestrecktes Liegen
    Das Kaninchen liegt entspannt und lang ausgestreckt, oft mit nach hinten gelegten Hinterbeinen und mit dem Kinn auf den Vorderpfoten abgestützt da. Kaninchen ruhen sich so aus. Die entspannt nach hinten gelegten Pfoten zeigen an, dass Ihr Kaninchen völlig entspannt ist. Manche Kaninchen legen sich sogar auf die Seite, zeigen teilweise ihren ungeschützen Bauch und rollen sich auf den Rücken. Sie fühlen sich rundum wohl und sicher.
  • Männchen machen
    Kaninchen richten sich auf um so einen besseren Überblick über ihre Umgebung zu haben. und um höher gelegene Dinge besser sehen zu können und ihre Umgebung neugierig zu erforschen oder um auf sich aufmerksam zu machen. Kaninchen machen auch Männchen um zu betteln.
  • Klopfen mit den Hinterläufen
    Um sich gegenseitig vor Gefahren zu warnen stampfen Kaninchen fest mit den Hinterläufen auf den Boden. Dieses Stampfen ist für andere Kaninchen ein deutliches Warnsignal. Kaninchen fangen an zu klopfen wenn sie Angst haben.
  • In die Luft springen und Haken schlagen
    Auf der Flucht vor Feinden (auch vor einem Menschen der sie einfangen will), schlagen Kaninchen Haken indem sie sich beim Sprung in der Luft drehen, so können sie die Richtung in die sie Laufen schnell ändern. Sie springen beim Laufen in die Luft um schneller vorran zu kommen.
    Um dieses Verhalten zu trainieren und auch um sich einfach auszutoben, schlagen sie auch beim Spiel und vor Übermut Haken. Bbeim wilden Spiel und Toben schütteln sie ausgelassen den Kopf und machen Bocksprünge. Springen und Haken schlagen sind bei Heimtieren ein Zeichen von Übermut und Lebensfreude.
  • Flüchten
    Kaninchen sind Fluchttiere. Werden sie von einem Feind gejagt, rennen sie weg. Sie rennen aber nie weit, sondern suchen sich immer schnell einen Unterschlupf.
  • Mit der Nase oder dem Kopf anstubsen oder schnuppern
    Kommt das Kaninchen angelaufen, hebt den Kopf, schnuppert und stößt es Sie dann mit dem Kopf/der Nase weich an, dann will es Sie begrüßen und verlangt Aufmerksamkeit. Kaninchen untereinander begrüßen sich, indem sie sich im Gesicht beschnuppern. Will ein Kaninchen von einem anderen Kaninchen geputzt werden, stupst es das Kaninchen an und senkt dann den Kopf, oder es schiebt sich mit gesenktem Kopf unter das andere Kaninchen und wird dann geputzt. Hebt es dann irgendwann heftig den Kopf und stößt die Hand so weg, will es damit zeigen, dass es nun reicht. Auch dem Artgenossen zeigt ein Kaninchen so, dass es nun nicht mehr geputzt werden möchte.
  • Ablecken
    Mit dem Ablecken der Hand sagt Dir das Kaninchen: "Ich hab Dich lieb!"
  • Mit dem Kinn an Gegenständen reiben
    Unter dem Kinn besitzt das Kaninchen eine Duftdrüse. Um ihr Revier zu markieren reiben sie mit dem Kinn an den Reviergrenzen und an allen Dingen im Revier.
  • Urin verspritzen
    Kaninchen markieren ihre Reviergrenzen z.B. indem sie Urin verspritzen. Besonders stark markieren unkastrierte Rammler, aber auch kastrierte Rammler und dominante Weibchen verspritzen mitunter Urin, vor allem wenn ein neues Kaninchen im Revier auftaucht. Auch stubenreine Kaninchen können bei einer Vergesellschaftung damit anfangen. Es lässt aber auch meistens wieder nach.
  • Kot fressen
    Der Blindarmkot enthält für das Kaninchen lebenswichtige Vitamine und Mineralien, die Tiere nehmen ihren Blindarmkot, welcher kleiner und meist traubenförmig ist, direkt am After auf.

 

Das Hochnehmen

Nähern Sie sich den Tieren langsam und mit ruhiger Stimme. Mit der Hand über die Ohren streicheln und in den Anfang des Rückenfells greifen. Der Griff sollte weder zu fest, noch zu locker sein. Beim Anheben mit der anderen Hand unter das Hinterteil greifen, um es abzustützen. Niemals an den Ohren hoch heben!!! Zum Tragen das Kaninchen auf den angewinkelten Unterarm setzen und mit der anderen Hand griffbereit am Rücken bleiben. Oder auf die Brust setzen, mit einer Hand den Po stützen und mit der anderen am Rücken bleiben.

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