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Informationen vor dem Kauf eines oder mehrerer Zwergkaninchen:

 

Vor dem Kauf eines Zwergkaninchens sollte man sich sehr genau überlegen, ob genügend Zeit für das Tier vorhanden ist. Es möchte nicht nur stets einen sauberen, trockenen Käfig und genügend Futter und Wasser vorfinden, sondern es möchte auch beschäftigt werden. Auch für genügend Auslauf muss gesorgt werden. Kein Kaninchen ist gerne den ganzen Tag eingesperrt. In der Wohnung ist allerdings darauf zu achten, dass es keine Kabel anknabbern kann (Lebensgefahr!). Auch sollte alles außer Reichweite gebracht werden, woran sie sich verletzen können. Kaninchen machen vor fast gar nichts halt und knabbern so ziemlich alles an. Um Langeweile der Tiere vorzubeugen, kann man in alte Kartons Löcher schneiden, wo sie dann gerne hindurchhoppeln oder sie spielen auch gerne mit leeren Toilettenpapier- oder Küchentuchrollen.

 

Am besten ist die Haltung von gleich zwei Kaninchen in einem ausreichend großen Käfig. Hierbei gilt immer: je größer, je besser! Am besten verträgt sich eine Häsin mit einem Rammler. WICHTIG: Der Rammler muss dann aber rechtzeitig beim Tierarzt kastriert werden, damit sich die Kaninchen nicht ständig vermehren ;-). Auch während der Urlaubszeit muss sichergestellt sein, dass das Tier gut versorgt wird.

 

Notwendige Anschaffungen:

 

1.   ein Käfig mit einem Mindestmaß von 100 x 50 cm für ein Tier, oder ein Käfig mit einem Mindestmaß von 120 x 50 cm für zwei Tiere

2.   eine Heuraufe, damit das Heu nicht verschmutzt wird

3.   ein Futternapf

4.   eine Nippeltränke, damit das Wasser sauber bleibt

5.   ein Schlafhäuschen, worin sich das Kaninchen zurückziehen kann, es sollte ein flaches Dach haben, da die Kaninchen sich auch gerne oben drauf setzen

6.   Einstreu für den Käfig

7.   Heu und Futter (etwas Futter wird zur besseren Eingewöhnung bei Abholung des Tieres von uns mitgegeben, 3 EL reichen pro Tag vollkommen aus)

8.   Evtl. BIOKING®, was die Bildung von Gerüchen und Bakterien vermeidet (mehr Infos auf der Homepage)

9.   Evtl. eine Toilettenecke, manche verrichten ihr Geschäft darin (dafür sind sie vorgesehen), andere benutzen sie halt nur als Schlafplatz ;-)

10. Evt. eine Transportbox, sie kann dann zur Abholung des neuen Familienmitglieds gleich mitgebracht werden, ist auch für spätere Tierarztbesuche für die                                 Impfungen sehr sinnvoll.

 

Worauf muss ich achten?

 

1. Der Käfig sollte an einem ruhigen, zugfreien Raum aufgestellt werden. Das Kaninchen sollte sich nicht abgeschoben fühlen, sondern am Familiengeschehen teilnehmen können. Es freut sich sehr über Zuwendung und Streicheleinheiten. Kaninchen haben ein sehr feines Gehör, deswegen sollte es nie lauten Geräuschen wie z.B. Musik oder Fernseher ausgesetzt werden.

2. Das Hauptnahrungsmittel für ein Kaninchen ist Heu. Es muss immer zur Verfügung stehen, genauso wie sauberes Wasser. Dazu dann etwas Alleinfutter für Zwergkaninchen. Kaninchen haben einen sehr empfindlichen Magen und sollten in den ersten Lebenswochen kein Saftfutter erhalten!!! Mit ca. 12 Wochen kann man dann anfangen es langsam mit kleinen Gaben von z.B. Karotten, Möhrengrün, Feldsalat, Eisbergsalat, etwas Petersilie oder Dill, Gurken, Apfelstückchen, Bananenstückchen etc. an Saftfutter zu gewöhnen. Knabberstangen und sonstige Leckereien, die im Zoohandel angeboten werden, enthalten viel Zucker und sind vollkommen unnötig, besser ist Gemüse oder frische ungespritzte Obstbaumzweige und die Tiere freuen sich mindestens genauso darüber.

3. Die Zähne eines Kaninchens wachsen ständig nach, daher sollte es z.B. durch Zweige die Möglichkeit bekommen, sich die Zähne gleichmäßig abzunutzen. Besonders gut geeignet sind auch ungespritzte Obstbaumzweige wie Apfel oder Birne.

4. Ebenso wachsen die Krallen eines Kaninchens. Es reicht dann aber meist aus, wenn sie 2 x im Jahr geschnitten werden. Entweder vom Tierarzt oder in der Zoohandlung. Man kann es auch selber machen, allerdings ist darauf zu achten, dass sich in den Krallen im hinteren Bereich Blutgefäße befinden, die nicht verletzt werden dürfen, indem man die Krallen z.B. zu kurz schneidet und dem Kaninchen somit Schmerzen zufügt.

 

Tierarztbesuche

 

Auch Tierarztbesuche sind notwendig. Entweder für die jährlichen Schutzimpfungen wie z.B. RHD und Myxomatose. Auch wenn es dem Zwerg nicht gut geht, d.h. er frisst nicht oder sitzt apathisch in einer Ecke, ist es ratsam, sofort den Tierarzt aufzusuchen. Wir gehen lieber einmal zuviel, als einmal zu wenig! Das verursacht zusätzliche Kosten. Darüber sollte man sich im Klaren sein, bevor man sich ein Tier anschafft!!!

Hier ein paar Grünfuttervorschläge:

Es ist darauf zu achten, dass Obst und Gemüse Zimmertemperatur haben, gut gewaschen und abgetrocknet wurde. Nichts aus dem Kühlschrank verfüttern! Nichts welkes, angefaultes oder verschimmeltes füttern! Zweige und Kräuter dürfen nicht gespritzt sein und sollte auch nicht von Wiesen gesammelt werden, wo Hunde ihr Geschäft verrichten. Ebenso nichts an stark befahrenen Straßen, wegen der Abgase, sammeln. Auch die Geschmäcker der Kaninchen sind unterschiedlich, nicht alle mögen das Gleiche. Einfach mal ausprobieren, aber nur in kleinen Mengen, da die Kaninchen sonst Durchfall bekommen können.

 

Zweige:

Obst:

Kräuter:

Ahorn

Apfel

Basilikum

Erle

Banane

Dill

Esche

Birne

Petersilie

Fichte

Erdbeeren

Thymian

Hainbuche

Himbeeren

 

Haselnuss

Kiwi

 

Linde

Melone

 

Obstbäume

Weintrauben

 

Tanne

 

 

Weide

 

Gemüse:

Weißbuche

 

Brennessel (anwelken lassen, oder getrocknet verfüttern)

 

 

Chicoree

 

 

Eisbergsalat

VORSICHT GIFTIG!!!

 

Feldsalat

Blätter und Grün von Tomaten

 

Fenchel

Buchsbaum

 

Sonnenblumen

Efeu

 

Sellerie

Fingerhut

 

Radieschenblätter

Goldregen

 

Paprika

Herbstzeitlose

 

Gurken

Kartoffelkeime

 

Karottengrün

rohe Bohnen

 

Karotten

Viele Zimmerpflanzen!!!

 

Rettichblätter

Zierwein (nicht der mit Weintrauben)

 

Tomaten (vorsicht kein Grün von Tomaten, giftig!!!)

 

 

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